Da war was....
Nachtrag: Spät nachts, ich liege grübelnd. Plötzlich durchfährt mich ein harter Herzschlag, hinterlässt ein nachhaltig sperriges Gefühl in der Brust. Vielleicht strahlt von dort diese kühle Starre aus, die bis hinter die Ohren aufsteigt. Unter der Haut schwillt es hart an, richtet meine Ohren zu lauerndem Horchen auf, ohne dass die erhöhte Wachsamkeit in mein Bewusstsein dränge. Nein, ich hatte nichts gehört. Deshalb springe ich beunruhigt aus dem Bett, steige mit leichtem Zittern in meine klammen Kleider, spüre ein hartes Kratzen unter der Schädeldecke. Es ist wie früher, wenn ich zu viel geraucht hatte. Immer nachdrücklicher hämmern undenkbare Energien auf mich ein – ein ausdauernd klopfender Kopfschmerz, dessen Botschaft nicht zu entschlüsseln ist. Raus, ich muss hier raus! Kaum draußen, viel zu still ist das Dunkel, möchte ich am liebsten umkehren. Wer weiß schon, was mich gerufen hat. Vermutlich war ich beim Einschlafen gewesen und aufsteigende Bilder hatten mir etwas vorgegaukelt, das ich für wirklich hielt. Meine Füße gehen Schritt um Schritt, tragen mich hinaus auf die Wiesen. Dieser Baumschatten... das alles war in Vergessenheit geraten. Weit über vierzig Jahre legen die Winter den Frost über das, was ich nicht hatte sehen wollen. (free writing) |
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